Wie aus einer Idee ein Unternehmen wird

Häufig haben Berater und Personalmanager – mich eingeschlossen – in Stellenbewertungsprojekten das Störgefühl, das verwendete System für die Nutzung in der Realität „zurechtbiegen“ zu müssen. Viele vorhandene Systeme fühlen sich unnötig kompliziert in der Bedienung an und werden oft von den Beteiligten als black-box empfunden. Aus meiner Sicht entwickelte sich über die Zeit ein immer stärker werdender Bedarf nach einem fairen, transparenten und bezahlbaren System, mit dem der Prozess der Stellenbewertung aus den Händen der Berater-Experten wieder zurück in die Hoheit der eigenen Organisation verlegt werden kann.

Visionär trifft Wissenschaftler

Zeitsprung zurück in das Jahr 2010: Im Rahmen eines pro-bono-Engagements lernten Silke Aumann und ich bei der Einrichtung eines sozialen Netzwerkes für ein Begabtenförderungswerk Ralf Kuklik kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb und uns fiel sogleich sein scharfer analytischer Verstand auf, der gepaart mit seiner zupackenden Art eines Malochers aus dem Ruhrgebiet und seinem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit sich für die Zukunft als wichtige Ergänzung unserer Stärken erweisen sollte. Über die ganze Zeit hielten wir durch unsere gemeinsame ehrenamtliche Arbeit für die Initiative ArbeiterKind.de engen Kontakt.

Das Grading Projekt

Ende 2012 war es dann soweit: Nach vielen Gesprächen und Gedankenexperimenten habe ich zusammen mit Ralf Kuklik ein Projekt aufgesetzt, mit dem Ziel ein System zur analytischen Stellenbewertung zu entwickeln, das unseren Ansprüchen gerecht wird:

  • Es soll fair, transparent und diskriminierungsfrei sein.

  • Die Ergebnisse müssen nachvollziehbar sein und von allen Beteiligten auch akzeptiert werden können.

  • Und es soll so gestaltet sein, dass gerade mittelständische Unternehmen, die einen Bedarf an Systematisierung der Personalarbeit haben, einen bezahlbaren und niedrigschwelligen Zugang finden.

So haben wir ein Jahr lang Erfahrungen aus der Praxis gesammelt und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Arbeitswissenschaft und Organisationslehre analysiert, Faktoren formuliert und eine belastbare Berechnungslogik entwickelt. Nach zahllosen Tests mit Tarifdaten, vorhandenen Systemen und mit Echtdaten aus befreundeten Unternehmen haben wir so die Grundlage für gradar the job evaluation engine geschaffen.

Die Geburt von QPM und gradar

Ende 2014 folgte der nächste Schritt: Der Prototyp des Systems hatte sich im Produktiveinsatz als belastbar erwiesen und sollte nun als moderne internetbasierte Anwendung auf den Markt kommen. Zusammen mit Softwareentwicklern und Designern wurden die Definitionen und Algorithmen in ein webbasiertes Tool übertragen, das unseren Ansprüchen an Qualität und Nutzerorientierung gerecht wird.

Zwar haben wir gradar.com so ausgelegt, dass sich HR Professionals das Stellenbewertungssystem eigenständig erschließen und sie es unabhängig von Beratern verwenden können, doch zeigt die Erfahrung, dass Kunden häufig eine gezielte Projektbegleitung wünschen. Um qualitativ hochwertige Beratungsleistungen zu erbringen, werden Menschen gebraucht, die diese Aufgabe nicht als „Job“ sondern als Berufung mit Leidenschaft und Kompetenz angehen.

Die Wahl des Namens der Gesellschaft, Quality Personnel Management GmbH, basiert auf unserem Anspruch an Qualität und einer gewissen Abneigung gegenüber dem Begriff der „Human Resources“ / „Ressource Mensch“. Zugleich soll der Name auch jene Internationalität ausstrahlen, die wir als Team mit unserer Erfahrung und interkulturellen Kompetenz verkörpern.

Der Wert Qualitätsbewusstsein findet sich dann auch in unseren fünf Leitwerten wieder, die darüber hinaus Empowerment, Fairness, Menschlichkeit und Transparenz lauten.

Das Team der ersten Stunde

Gleich zu Beginn der Reise von QPM sind wir daher als Team mit sich ergänzenden Kompetenzen und Persönlichkeiten zusammen gekommen:

  • Silke ist eine erfahrene Beraterin und entwickelt derzeit unter der Marke „Aumann Analytics“ innovative Ansätze zum evidenzbasierten Personalmanagement. Bei empirischen Fragestellungen, Projekten zur Personalentwicklung (Kompetenzmodelle, Leistungsbeurteilung etc.) kommt sie zum Einsatz.

  • Mit Janina haben wir eine Praktikerin und etablierte Vergütungsexpertin an Bord, die sich darüber hinaus auch noch sehr sicher auf dem Gebiet der Stellenbewertung bewegt.

  • Ralf ist von Hause aus Wissenschaftler und hat als QPM Entwicklungsleiter die gradar Algorithmen sowie das Gesamtsystem konzipiert, somit ist er erster Ansprechpartner für die Stellenbewertung. Darüber hinaus blickt er auf viele Jahre Erfahrung als Dozent, Mentor und Referent zurück.

  • Volker verfügt über mehr als 15 Jahre generalistische Erfahrung in verschiedenen internationalen HR-Führungsfunktionen, neben einem Schwerpunkt in der Stellenbewertung ist er unser Mann für die Themen Prozessoptimierung, Employer Branding und Social Media. Sein HR-Blog wird deutschlandweit gelesen und zitiert.

  • Zum Schluss versuche ich mich noch an einer Kurzvorstellung meiner Selbst. Als Visionär hatte ich die Idee zu gradar, als Financier habe ich das Geld zur Finanzierung der Unternehmensgründung und Entwicklung aufgebracht und als Geschäftsführer umgebe ich mich gerne mit anderen klugen Köpfen, mit denen ich meine Ideen diskutieren und entwickeln kann.

Hallo Mittelstand! Wir freuen uns, auf Sie.

Philipp Schuch – Gründer und Geschäftsführer der QPM GmbH